Juli bis Dezember 2021

VORAB

Corona hat einiges verändert, doch was haben wir daraus gelernt, was werden wir noch lernen? Chancen und Möglichkeiten bieten sich uns, um nachhaltig die bisherige Illusion von Normalität zu überwinden. Rückwärtiges können wir auch hinter uns lassen um nach vorne schauen zu können. Entwürfe fertigen, Räume finden und wahrnehmen – Neues bestimmen. Alles braucht seine Zeit, doch wieviel Zeit wollen wir zur Realisierung längst bekannter Konzepte vergeuden? Wir wissen bereits so viel – weshalb setzen wir unser Wissen nicht auch um? 

Ende 2019 stand das erste Randlage Artfestival unter dem Leitmotiv LEBE DEIN AENDERN. Wir verhandelten Fragen, welche an Aktualität nicht verloren haben. Diesmal folgt unser Ausstellungskonzept, welches formal ganz bewusst nicht dem ersten ähnelt, dem Leitmotiv WAHLVERWANDTSCHAFTEN. Geplant war es bereits für 2020, doch wurde wegen der Covid-19-Pandemie verschoben, sodass nicht nur neue Erfahrungen, sondern auch die real im Festival-Zeitraum stattfindenden niedersächsischen Kommunalwahlen und die Bundestagswahl das Festivals beeinflussen.


2. RANDLAGE ARTFESTIVAL
WAHLVERWANDTSCHAFTEN

Mit der Ausstellung WAHLWEISE haben wir eine Wahlverwandtschaft zu dem Berliner Kurator Raimar Stange hergestellt. Dessen Wahl wiederum fiel auf 33 internationale Künstler:innen, welche vom 6. August bis 26. September Plakate und Flugblätter zum Wahlkampf beisteuern werden, ergänzt durch Video, Malerei, Musik und Objekt an vier Orten in Worpswede. 

Eröffnungen am 6.8. um 19 Uhr in der Galerie KW/RANDLAGE und am 7.8. um 16 Uhr im haus6 sowie ab 19 Uhr in der Bötjerschen Scheune. Hier geht es zu den Terminen.

WAHLVERWANDTSCHAFTEN

Die erste Phase im Juli 2021 gilt wesentlich der Projektierung der Wahlverwandtschaften und bildet das Zeitkontingent der Vorbereitung kommender Ausstellungen – nicht nur in Worpswede, auch in Bremen und in anderen Städten. Wo sind unsere gedanklichen, wo unsere realen Wahlverwandten? Wie kommen wir zusammen? Eine Verwandtschaft besteht in der Wahl der Örtlichkeiten. Sichtbare und unsichtbare Orte in nah und fern sind es, die wir für verschiedene Kunstproduktionen nutzen werden.

Wir verhandeln Wahlmöglichkeiten. Wir setzen Satelliten.

UNSERE SATELLITEN

ENDLEBEN


Das Projekt "Endleben" von Angelika Sinn und Jörg Kasimir beginnt im Juli und endet, wenn es eben endet: 2000 ist ein Dorf verschwunden. Die beiden begeben sich auf Spurensuche und lassen andere Künstler:innen an ihrem Projekt partizipieren. Der genutzte Raum für dieses Projekt wird nicht allen sichtbar sein, wirkt ebenfalls verschwunden und ist nur mit persönlicher Anmeldung von Interessierten zu besuchen, um sich Endleben annähern und Prozesse der Entwicklung erkunden zu können. Im digitalen Raum wird jedoch alles dokumentiert.

ENDLEBEN

GEGEN ENTWURF

Jost Wischnewski

Jost Wischnewski, Gegen Entwurf, Medieninstallation in der Galerie KW/Randlage. Ausstellungsansicht. Foto: ©Jost Wischnewski

JOST WISCHNEWSKI | GEGEN ENTWURF

HAUS6
OPEN HOUSE EXHIBITION
10.07. - 31.07.21

Beat Gipp

Beat Gipp: "unsere wahl: HAUS6". Der gebürtige Schweizer und Wahlberliner ist aktuell mit Stine Otto Quartalsstipendiat in den Künstler:innenhäusern Worpswede. Sein Plakat stellt einen direkten Bezug auf das Kunst- und Atelierprojekt haus6.

Im Kunst- und Atelierprojekt haus6 in der Findorffstraße 6 in Worpswede setzen wir mit einer Ausstellung der dort tätigen Künstler:innen verschiedener Disziplinen am 10. Juli 2021 mit einem Tag der offenen Ateliers und einer Gemeinschaftsausstellung (bis 31.07.) einen wichtigen Marker und zeigen, dass in Worpswede junge Künstler:innen leben, denen bisher allerdings bezahlbarer Platz zum Arbeiten fehlte. Gemeinschaft als Wahlverwandtschaft.

haus6

Kooperationen

gefördert von

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