Die dritte Ausstellung im Rahmen des 2. Randlage Artfestivals trägt den Titel „Wahlverwandtschaften III“ und findet statt vom

07.10.21 - 12.02.22
u.a. mit
CHRISTIAN GODE
SINN+KASIMIR
CAROLIN OSTHAUS
MARIE S.UELTZEN
Wechselnde Werke der Sammlung Randlage und Gastwerke
sowie "Minimale Positionen" von über 200 Künstler:innen

Gruppenausstellung
Veränderungen, Positionen
Rauminterventionen

Hierbei handelt es sich um ein experimentelles Ausstellungskonzept, welches immer wieder neue Akzente setzt und sich im Laufe der Präsentationsdauer verändert. Werke werden in neue Beziehungen zueinander gesetzt, weitere kommen hinzu, andere verschwinden wieder. So wird der Art/Space zu einem Ort der Veränderung mit wechselnden Werken bis hin zu temporären Rauminterventionen. Arbeiten werden in wechselnde Kontexte und Themenwelten integriert, welche zu einer neuen Sicht auf ein einzelnes Werk inspirieren sollen.

Auch die Art der Präsentation und die damit verbundene Raumerfahrung spielt eine Rolle in der Hauptausstellung: so werden korrespondierende Projekte in Kooperation mit Künstler:innen und Kunsträumen in Worpswede als auch in anderen Städten realisiert. Wir gehen den Fragen nach, wie sich ein Raum durch einen künstlerischen Eingriff verändert, welche Intensität an Farbigkeit, Licht und Schatten zugelassen und wieviel Sichtbarkeit notwendig ist, was angedeutet oder aufgelöst werden kann oder wieviele Werke in Größe und Anzahl erforderlich sind, in einem Raum Wirkung zu zeigen.

Die sich im Laufe der Zeit entwickelnde Story-Installation „Endleben“ von Sinn+Kasimir, die im Juli begann, wartet während der aktuellen Ausstellung immer wieder mit „Finissagen“ im eigens hierfür von uns zur Verfügung gestellten KW/R-Projektraum in der ehemaligen „Alten Schule“ in Worpswede auf.

Immer wieder wird zu „Openings und Finissagen“ als "Zwischenruf" eingeladen, wenn neue Werke hinzukommen, Umsetzungen oder Rauminterventionen passiert sind. Diese bilden somit quasi Einzelausstellungen innerhalb der Hauptausstellung. So wird Christian Gode nicht nur den Art/Space der Galerie sondern auch den Raum von Erlkönig in Bremen temporär gestalten. Trotz gleicher Quadratmeter sind die Räume sehr unterschiedlich und so wird die eine Intervention nicht eins zu eins übertragen, sondern direkt auf die einzelnen Räume eingegangen. Das Thema von Gode ist die Wanderung von Schatten, welche sich in beiden Räumen unterschiedlich gestalten werden.

Die Werke von Marie S. Ueltzen und mit denen anderer Künstler:innen in Beziehung gesetzt. Themen werden suggeriert und lassen so ein Werk in einem neuen Licht erscheinen.

Die Einladung an Künstler:innen, welche ein Bild im Format 13x18 cm zusenden sollen, eröffnen einen ganzen Kosmos von Themen- und Bildwelten und zeigen auf massive Weise das harmonische Zusammenwirken unterschiedlichster Ausdrucksweisen und ein breites Spektrum der Kunstproduktion. Diese „minimalen Positionen“ an der sich über 100 Künstler:innen beteiligen, werden zunächst in Berlin im Projektraum Neonkunst gezeigt, wanderen dann in den Art/Space nach Worpswede und werden durch weitere ergänzt, sodass am Ende rund 200 Künstler:innen repräsentiert werden.

Ein weiteres Experiment ist die Auswahl von Besucher:innen, die gezielt angeschrieben und eingeladen werden. So kommen immer wieder Menschen aus Kunst und Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft sowie aus anderen gesellschaftlichen Bereichen zusammen. Bei diesen „Kunstmeetings“ entstehen – im Gegensatz zu „normalen“ Vernissagen – andere Formen der Auseinandersetzungen. Wir sprechen primär das nicht sowieso kunstaffine Publikum an, sondern öffnen den Kreis. Auf Pressemitteilungen wird hier gänzlich verzichtet. Wir reagieren hier auf „Massenevents“, welche in der Zeit der Pandemie nicht sinnvoll sind und untersuchen somit, ob „individuelle Einladungen“ ein Mehr an Tiefe in der Auseinandersetzung untereinander und somit ein größeres Verständnis für künstlerische Positionen erzeugen kann. Auch sind die Besucher:innen aufgefordert und Menschen aus deren „Kreisen“ zu nennen, die zu einem solchen „Kunstmeeting“ eingeladen werden sollten.